Netzwerkdienste für den automatischen Start beim Systemstart konfigurieren

Red Hat Enterprise LinuxBeginner
Jetzt üben

Einführung

In dieser Übung lernen Sie, wie Sie Dienste auf einem systemd-basierten System so konfigurieren, dass sie beim Systemstart automatisch geladen werden. Obwohl hierfür normalerweise der Standardbefehl systemctl verwendet wird, steht dieser nicht in allen Umgebungen zur Verfügung, wie etwa in Containern. Sie werden den zugrunde liegenden Mechanismus kennenlernen, den systemctl nutzt: das Erstellen symbolischer Links. Dieses Wissen ist für Systemadministratoren unerlässlich, um sicherzustellen, dass kritische Dienste aktiviert sind, insbesondere bei der Arbeit in eingeschränkten Umgebungen.

Netzwerkdienste für den automatischen Start beim Systemstart konfigurieren

Beschreibung

Auf diesem RHEL 9-System wird das Netzwerk durch NetworkManager.service anstelle des veralteten network.service verwaltet. Das Aktivieren eines Dienstes für den Start beim Booten erfolgt durch das Erstellen eines symbolischen Links vom wants-Verzeichnis eines Targets auf die Unit-Datei des Dienstes. Ihre Aufgabe ist es, die Dienste NetworkManager und sshd manuell zu aktivieren, indem Sie die erforderlichen symbolischen Links in multi-user.target erstellen.

Aufgaben

  • Aktivieren Sie den NetworkManager-Dienst für den automatischen Start beim Systemstart.
  • Aktivieren Sie den sshd-Dienst für den automatischen Start beim Systemstart.

Anforderungen

  • Sie müssen einen symbolischen Link für NetworkManager.service innerhalb des Verzeichnisses /etc/systemd/system/multi-user.target.wants/ erstellen. Der Link muss auf die Quell-Unit-Datei unter /usr/lib/systemd/system/NetworkManager.service zeigen.
  • Sie müssen einen symbolischen Link für sshd.service innerhalb des Verzeichnisses /etc/systemd/system/multi-user.target.wants/ erstellen. Der Link muss auf die Quell-Unit-Datei unter /usr/lib/systemd/system/sshd.service zeigen.
  • Alle Vorgänge müssen mit sudo-Rechten durchgeführt werden.
  • Alle Befehle müssen vom Home-Verzeichnis (~/) aus ausgeführt werden.

Beispiel

Nach Abschluss dieser Übung sollte die Ausgabe des Befehls ls -l /etc/systemd/system/multi-user.target.wants/, gefiltert nach NetworkManager und sshd, in etwa wie folgt aussehen. Dies zeigt an, dass beide Dienste aktiviert sind.

lrwxrwxrwx. 1 root root 46 Jul 10 12:00 NetworkManager.service -> /usr/lib/systemd/system/NetworkManager.service
lrwxrwxrwx. 1 root root 36 Jul 10 12:01 sshd.service -> /usr/lib/systemd/system/sshd.service
✨ Lösung prüfen und üben

Zusammenfassung

In dieser Übung haben Sie den zugrunde liegenden Mechanismus kennengelernt, wie Dienste in einer systemd-basierten Linux-Distribution für den automatischen Start beim Booten aktiviert werden. Sie haben manuell symbolische Links für die Dienste NetworkManager und sshd erstellt und damit die Aktion des Befehls systemctl enable nachgebildet. Diese Fähigkeit ist besonders wertvoll für die Systemadministration in Umgebungen, in denen Standardwerkzeuge möglicherweise nicht verfügbar sind. Sie verbessert Ihr Verständnis der Funktionsweise von systemd und stärkt Ihre Fähigkeiten bei der Fehlerbehebung.