Einführung
In dieser Übung lernen Sie, wie Sie den lokalen Speicher auf einem Linux-System konfigurieren, indem Sie neue Partitionen und logische Volumes hinzufügen sowie einen Swap-Bereich erstellen, ohne dabei Daten zu verlieren. Diese Fähigkeit ist für Systemadministratoren unerlässlich, um die Speicherkapazität ihrer Linux-Server effizient zu verwalten und zu erweitern.
Neue Partitionen und logische Volumes hinzufügen
In dieser Aufgabe beschäftigen Sie sich mit der Linux-Speicherverwaltung durch das Erstellen von Partitionen und logischen Volumes. Sie erlernen grundlegende Techniken zur Erweiterung der Speicherkapazität auf RHEL-Systemen, einschließlich der Partitionierung von Datenträgern, der Einrichtung von LVM (Logical Volume Manager) und dem Einbinden (Mounten) von Dateisystemen. Dies sind fundamentale Aufgaben der Systemadministration, die es ermöglichen, Speicherressourcen effizient und ohne Datenverlust zu verwalten.
Aufgaben
- Erstellen Sie eine neue Partition auf dem Speichergerät des Systems.
- Erstellen Sie eine neue Volume-Gruppe unter Verwendung der neuen Partition.
- Erstellen Sie ein neues logisches Volume innerhalb der neuen Volume-Gruppe.
- Formatieren Sie das neue logische Volume mit einem geeigneten Dateisystem.
- Binden Sie das neue logische Volume in ein passendes Verzeichnis ein.
Anforderungen
- Verwenden Sie
lsblk, um den ungenutzten 40 GiB Datenträger zu identifizieren. Ändern Sie nicht den Datenträger, der bereits/und/boot/efienthält. - Die neue Partition sollte auf dem ungenutzten Datenträger erstellt werden (z. B.
/dev/vdboder/dev/nvme0n1, je nach VM). - Die neue Partition sollte eine Größe von 2 GiB haben.
- Die neue Volume-Gruppe muss
vg_projectheißen. - Das neue logische Volume muss
lv_projectheißen und eine Größe von 1 GiB haben. - Das neue logische Volume sollte mit dem Dateisystem
ext4formatiert werden. - Das neue logische Volume sollte in das Verzeichnis
/home/labex/projecteingebunden werden.
Beispiel
Nach Abschluss dieses Schrittes sollte die Ausgabe der Befehle lsblk und df -h in etwa wie folgt aussehen. Der Name Ihres zusätzlichen Datenträgers kann abweichen, es muss jedoch der Datenträger sein, der nicht bereits vom Betriebssystem verwendet wird:
$ lsblk
NAME MAJ:MIN RM SIZE RO TYPE MOUNTPOINTS
nvme0n1 259:0 0 40G 0 disk
└─nvme0n1p1 259:4 0 2G 0 part
└─vg_project-lv_project 253:0 0 1G 0 lvm /home/labex/project
nvme1n1 259:1 0 40G 0 disk
├─nvme1n1p1 259:2 0 1M 0 part
├─nvme1n1p2 259:3 0 200M 0 part /boot/efi
└─nvme1n1p3 259:5 0 39.8G 0 part /
$ df -h
Filesystem Size Used Avail Use% Mounted on
devtmpfs 4.0M 0 4.0M 0% /dev
tmpfs 1.8G 0 1.8G 0% /dev/shm
tmpfs 712M 620K 712M 1% /run
efivarfs 256K 8.5K 243K 4% /sys/firmware/efi/efivars
/dev/nvme1n1p3 40G 3.5G 37G 9% /
/dev/nvme1n1p2 200M 7.1M 193M 4% /boot/efi
tmpfs 356M 0 356M 0% /run/user/1000
/dev/mapper/vg_project-lv_project 974M 24K 907M 1% /home/labex/project
Zusammenfassung
In dieser Übung haben Sie gelernt, wie Sie den lokalen Speicher auf einem Linux-System konfigurieren, indem Sie neue Partitionen und logische Volumes hinzufügen sowie einen Swap-Bereich erstellen, ohne dabei Daten zu verlieren. Sie haben das Erstellen einer neuen Partition, einer neuen Volume-Gruppe, eines neuen logischen Volumes, das Formatieren des logischen Volumes und das Einbinden in ein geeignetes Verzeichnis geübt. Diese Fähigkeiten sind für Systemadministratoren unerlässlich, um die Speicherkapazität ihrer Linux-Server effizient zu verwalten und zu erweitern.



