1. IPv4

Jedes Gerät, das mit einem Netzwerk verbunden ist, verfügt über eine eindeutige Adresse, bekannt als IP-Adresse (Internet Protocol). Für diesen Kurs konzentrieren wir uns auf IPv4-Adressen, den häufigsten Typ, dem Sie begegnen werden. Ihr Verständnis ist ein Kernbestandteil beim Erlernen der Netzwerktechnik unter Linux.

Eine IPv4-Adresse ist eine 32-Bit-Zahl, die typischerweise in einem für Menschen lesbaren Format dargestellt wird, wie dieses:

204.23.124.23

Diese Adresse besteht aus zwei unterschiedlichen Teilen: dem Netzwerkanteil, der das spezifische Netzwerk identifiziert, in dem sich das Gerät befindet, und dem Hostanteil, der das spezifische Gerät in diesem Netzwerk identifiziert.

Die Struktur einer IP-Adresse

Eine IPv4-Adresse ist in vier durch Punkte getrennte Abschnitte unterteilt. Jeder Abschnitt wird als Oktett bezeichnet. In der Informatik ist ein Oktett eine Gruppe von 8 Bits, und da 8 Bits 1 Byte entsprechen, ist eine IPv4-Adresse 4 Bytes lang. Diese Struktur ist grundlegend, und ihre Beherrschung ist eine der besten Ressourcen, um die Linux-Befehlszeile für Anfänger im Bereich Netzwerktechnik zu erlernen.

Finden Ihrer IP-Adresse unter Linux

Für jeden Anfänger in Linux ist eine der ersten Aufgaben, die IP-Adresse des Systems zu finden. Dies können Sie mithilfe von Befehlszeilentools tun.

Der traditionelle Befehl hierfür ist ifconfig. Obwohl er auf vielen Systemen noch vorhanden ist, gilt er als veraltet.

pete@icebox:~$ ifconfig -a
eth0      Link encap:Ethernet  HWaddr 1d:3a:32:24:4d:ce
          inet addr:192.168.1.129  Bcast:192.168.1.255  Mask:255.255.255.0
          inet6 addr: fd60::21c:29ff:fe63:5cdc/64 Scope:Link

In der obigen Ausgabe ist die IPv4-Adresse 192.168.1.129.

Der moderne Ansatz mit ip addr

Der beste Weg, Linux-Netzwerktechnik heute zu erlernen, beinhaltet die Verwendung des modernen ip-Befehls. Der Befehl ip addr hat ifconfig ersetzt und ist der Standard auf den meisten aktuellen Linux-Distributionen.

pete@icebox:~$ ip addr show
1: lo: <LOOPBACK,UP,LOWER_UP> mtu 65536 qdisc noqueue state UNKNOWN group default qlen 1000
    link/loopback 00:00:00:00:00:00 brd 00:00:00:00:00:00
    inet 127.0.0.1/8 scope host lo
       valid_lft forever preferred_lft forever
2: eth0: <BROADCAST,MULTICAST,UP,LOWER_UP> mtu 1500 qdisc fq_codel state UP group default qlen 1000
    link/ether 1d:3a:32:24:4d:ce brd ff:ff:ff:ff:ff:ff
    inet 192.168.1.129/24 brd 192.168.1.255 scope global dynamic eth0
       valid_lft 85646sec preferred_lft 85646sec

Hier finden Sie dieselbe IPv4-Adresse, 192.168.1.129, aufgeführt neben inet für die Schnittstelle eth0.

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Übungen

Üben Sie Ihre Fähigkeiten mit diesen praktischen Labs, um Ihr Verständnis von IP-Adressierung und Netzwerkerkennung unter Linux zu festigen:

  1. MAC- und IP-Adressen unter Linux identifizieren - Üben Sie die Verwendung des Befehls ip a, um Netzwerkadressinformationen, einschließlich IPv4- und IPv6-Adressen, auf einem Linux-System zu identifizieren.
  2. IP-Adress-Typen und Erreichbarkeit unter Linux erkunden - Erkunden Sie verschiedene IP-Adress-Typen und testen Sie die Netzwerkerreichbarkeit mit Befehlen wie ping und ip a.
  3. IP-Subnetting und Binärkonvertierung im Linux-Terminal durchführen - Meistern Sie IP-Subnetting und Binärkonvertierung, unerlässlich für ein tieferes Verständnis der Struktur von IP-Adressen und Netzwerken auf Bit-Ebene.

Diese Labs helfen Ihnen, die Konzepte der IP-Adressierung in realen Szenarien anzuwenden und Vertrauen in die Netzwerkkonfiguration und Fehlerbehebung unter Linux aufzubauen.

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Wie viele Bytes hat eine IPv4-Adresse?