Der tail-Befehl ist ein grundlegendes Dienstprogramm für jeden, der Linux lernt. Wie der Name schon sagt, ermöglicht er Ihnen, das „Ende“ (tail) einer Datei anzuzeigen. Dies ist besonders nützlich, um die neuesten Einträge in sich schnell ändernden Dateien, wie z. B. Systemprotokollen, zu überprüfen.
Das Ende einer Datei anzeigen
Standardmäßig zeigt der tail-Befehl die letzten 10 Zeilen einer angegebenen Datei an. Er fungiert als Gegenstück zum head-Befehl.
tail /var/log/syslog
Ganz wie bei head können Sie die Anzahl der anzuzeigenden Zeilen mit der Option -n anpassen. Um beispielsweise die letzten 20 Zeilen anzuzeigen, würden Sie den folgenden Befehl verwenden:
tail -n 20 /var/log/syslog
Diese Flexibilität macht den Linux tail-Befehl zu einem unverzichtbaren Werkzeug, um schnell Dateiendungen zu inspizieren, ohne die gesamte Datei öffnen zu müssen.
Echtzeit-Dateimonitoring mit tail -f
Eine der leistungsstärksten Funktionen des tail-Befehls ist seine Fähigkeit, Dateien in Echtzeit zu überwachen. Dies wird mit dem Flag -f (follow/folgen) erreicht. Wenn Sie tail -f verwenden, wird der Befehl nicht beendet, nachdem er die letzten Zeilen angezeigt hat. Stattdessen wartet er darauf, dass neue Daten an die Datei angehängt werden, und gibt sie aus, sobald sie eintreffen.
tail -f /var/log/syslog
Versuchen Sie, diesen Befehl auszuführen. Während Sie Ihr System weiter nutzen, werden Sie sehen, wie neue Zeilen in Ihrem Terminal erscheinen. Dies macht tail -f zu einem unverzichtbaren Werkzeug für Systemadministratoren und Entwickler, die Protokolle anzeigen (view logs) und die Ausgabe von Anwendungen in Echtzeit überwachen müssen.