Datenträger partitionieren
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Das Dateisystem · Lektion 4

Datenträger partitionieren

Lerne einen prüfungsorientierten Ablauf zum Untersuchen, Erstellen und Ändern von Partitionsgrenzen mit `parted`.

Das Bearbeiten von Partitionen verändert die Karte, die Speichergrenzen definiert. Ein falsches Gerät oder eine falsche Start- beziehungsweise Endposition kann vorhandene Daten unzugänglich machen oder wichtige Metadaten überschreiben. Übe ausschließlich auf einem entbehrlichen virtuellen Datenträger und halte vor Änderungen an wertvollem Speicher eine getrennt geprüfte Sicherung vor.

Ein Werkzeug auswählen

Verbreitete Werkzeuge sind:

  • fdisk, ein Terminal-Partitionierungswerkzeug aus util-linux mit Unterstützung für MBR und GPT
  • parted, ein Terminal- und skriptfähiges Werkzeug für GPT, MBR und andere Tabellenformate
  • gdisk, ein interaktives, auf GPT ausgerichtetes Werkzeug
  • GParted, eine grafische Oberfläche für Partitionen und Dateisysteme

Die Unterstützung der Werkzeuge entwickelt sich weiter. Verwende deshalb das lokale Handbuch und die Distributionsdokumentation. Eine grafische Oberfläche macht zerstörerische Operationen nicht sicher; sie verändert dieselben Datenträgermetadaten.

Welche Aussage über aktuelles Linux-fdisk trifft zu?

Das Ziel identifizieren und stilllegen

Beginne mit einem schreibgeschützten Inventar:

$ lsblk -o NAME,PATH,TYPE,SIZE,MODEL,SERIAL,TRAN,PTTYPE,FSTYPE,MOUNTPOINTS
$ findmnt --real
$ sudo parted --list

Bestätige das vollständige Gerät anhand dauerhafter Identität, Modell, Seriennummer, Größe, Transport und Topologie – nicht nur anhand von /dev/sdX. Ermittle anschließend jeden Verbraucher: eingehängte Dateisysteme, Swap, LVM, RAID, Verschlüsselung, Container, virtuelle Maschinen, Datenbanken und offene Dateideskriptoren.

Hänge alle betreffenden Ebenen gemäß ihren dokumentierten Verfahren aus oder deaktiviere sie. Bearbeite die Partitionstabelle des laufenden Systemdatenträgers nicht nur deshalb, weil sich das Werkzeug erfolgreich öffnen lässt. Zeichne die vorhandene Tabelle in wiederherstellbarer Form auf und bestätige, dass deine Sicherung in einer anderen Ausfalldomäne liegt.

Warum reicht ein Gerätename wie /dev/sdb als einzige Zielprüfung nicht aus?

Ein Gerät mit `parted` untersuchen

Öffne das ausdrücklich geprüfte vollständige Gerät:

$ sudo parted /dev/GEPRUEFTER-DATENTRAEGER

Wähle anschließend konsistente Anzeigeeinheiten und gib die Tabelle aus:

(parted) unit MiB
(parted) print free

print free zeigt vorhandene Einträge und nicht zugewiesene Bereiche. Parted-Befehle können Datenträgermetadaten sofort aktualisieren, statt auf einen abschließenden Speichervorgang zu warten. Behandle die interaktive Eingabeaufforderung daher als aktiven Schreibzugriff.

Was hilft print free in parted anzuzeigen?

Einen Partitionseintrag erstellen

Die genaue Syntax von mkpart hängt vom Tabellentyp ab. Ein GPT-Beispiel in MiB-Einheiten sieht so aus:

(parted) mkpart data ext4 1MiB 5000MiB

Dadurch entsteht ein Partitionseintrag mit Name, vorgeschlagenem Inhaltstyp, Start und Ende. Es wird kein ext4-Dateisystem erstellt. Das Formatieren ist ein getrennter, zerstörerischer Schritt, der erst erfolgt, nachdem der Kernel die beabsichtigte neue Partition erkennt und ihre Identität geprüft wurde.

Nutze die vom Werkzeug empfohlene Ausrichtung und verstehe, ob Endpunkte eingeschlossen und wie sie gerundet werden. Prüfe das Ergebnis mit print und lsblk; gehe nicht davon aus, dass eine angeforderte Dezimalgrenze exakt gespeichert wurde.

Was erstellt mkpart von parted?

Grenzen und Inhalte in der Größe ändern

resizepart NUMBER END verschiebt ausschließlich die Endgrenze einer Partition. Der Befehl ändert nicht die Größe des darin gespeicherten Dateisystems oder einer anderen Struktur.

Die Reihenfolge ist entscheidend:

  • Zum Vergrößern erweiterst du zuerst die enthaltende Partition oder das logische Gerät und anschließend das Dateisystem mit seinem eigenen unterstützten Werkzeug.
  • Zum Verkleinern prüfst du zunächst, ob das Dateisystem Verkleinern unterstützt, verkleinerst es unter Beachtung seiner Offline-/Online-Anforderungen und reduzierst erst danach die enthaltende Grenze, ohne das neue Ende zu unterschreiten.

Manche Dateisysteme lassen sich nicht verkleinern. Verschlüsselung, LVM, RAID und verschachtelte Strukturen fügen weitere geordnete Ebenen hinzu. Der Kernel kann sich außerdem weigern, eine geänderte Tabelle bei beschäftigten Geräten neu einzulesen, sodass ein kontrollierter Neustart nötig wird, bevor die neue Struktur nutzbar ist.

Welche Reihenfolge verhindert bei einem verkleinerbaren Dateisystem das Abschneiden aktiver Dateisystemdaten?

Lektion abgeschlossen

Sie haben Datenträger partitionieren abgeschlossen

Du kannst die Partitionsbearbeitung nun als geschichtete, zerstörerische Speicheroperation beschreiben.

  • Wähle ein Werkzeug, das die tatsächliche Tabelle und den Arbeitsablauf unterstützt.

  • Prüfe die dauerhafte Datenträgeridentität und deaktiviere jeden Verbraucher.

  • Untersuche Einheiten, Einträge und freie Bereiche vor Schreibvorgängen.

  • Denke daran, dass mkpart kein Dateisystem erstellt.

  • Ändere die Größe innerer Inhalte und äußerer Grenzen in der sicheren Reihenfolge.

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